Alle Artikel in: Satire

Eine Lovestory, die richtig Gusto macht!

Eines Abends mit leeren Kühlschrank und Magen klickte ich mich durch die Lieferdienste von Lieferservice.at durch. Die Unmengen an lustigen und kreativen Namen brachten mich auf eine Idee: Eine Geschichte mit Lieferservice Namen. Die Restaurants wurden im Text fett markiert. Ich hab dich zum Fressen gern! Es war Mittag, die Sonne brannte mir ins Gesicht und ich schlenderte an einem verlassenen Strand der Nordsee entlang. Ich dachte mir: „Es ist viel einfacher alleine zu sein, als zu zweit.“ Denn seitdem ich Twentyseven bin, habe ich keine Frau mehr kennengelernt, die meinen Ansprüchen genügt. Eine Silhouette tauchte am Horizont auf. Ich presste die Augen zusammen und versuchte zu erkennen, wer in meine Richtung ging. Zögerlich versuchte ich dem Umriss aus der Ferne nicht zu begegnen und wich näher zum Wasser aus. Das Gegenüber lief nun, meine Schritte führten in Richtung Meer und peilten die Flucht ins Nass an. Plötzlich war alles Finster. Ein dumpfer Schlag riss mich zu Boden. Erschrocken riss ich meine Augen auf, die sofort wie Sale e Pepe brannten. Nachdem ich mich aufgerappelt hatte, stand …

Ich bin Millionär

Heute im Posteingang Wir sind verpflichtet, Ihnen mitteilen zu können das Ergebnis der gerechten abgeschlossen monatliche endgültig zieht der Internationale Online Lotterie Promotion und Ihre e-Mail unter den 20 glücklichen Gewinnern gewonnen 2.100.000,00 Euros (Zwei Millionen Ein Hunderttausend Euros Keine Sorge ich bleibe am Boden. Jetzt wo sich Katya (mehr über Katya) nicht mehr gemeldet hat, gibt es zum Glück ein Happy Ending. Alfred Fonte-Vega hat mir die gute Nachricht übermittelt, dass sie verpflichtet sind und mein Leben zu einem besseren ändern können. -zum Glück. Liebe kann man kaufen, Geld nicht. Ich bin gleich losgezogen, um mir ein Louis Vuitton Tuch zu kaufen. Gut betucht lebt’s sich leichter – fragt eine(n) Fashion BloggerIn, er oder sie bestätigt diese Tatsache bestimmt. Alfred habe ich gleich ein Fax durchgeschickt, um mich zu bedanken, dass mein Leben jetzt erst richtig beginnt. Danke Alfred, danke INTERNATIONALE LOTTERIE-PROMOTION.

Ein wildes Katya

Wahrscheinlich war ich zu naiv oder konnte mich nicht mit dem Gedanken abfinden, Katya einfach nie zu Gesicht zu bekommen, aber wie heißt es so schön billig „die Hoffnung stirbt zuletzt“. Diese Gefühle zum Anlass begab ich mich in den Weiten von PokémonGo auf die Suche nach Katya. Und wo passt es am besten bei diesem ganzen Zinnober zuerst zu suchen, stimmt auf der Zinnober Insel. Ein paar Taubsis und Rattfratz später tauchte aus dem Nichts ein wildes Katya auf. Nach diesem Auftauchen wurde mir so einiges klar: Was wenn Katya einfach ihren Text codiert hat und statt „Mann“ nämlich  „Pokémon–Trainer“ und statt „Frau“ oder „Freundin“ einfach „Pokémon“ meint. Selbstverständlich ist Katya der Überzeugung, dass dieses Spielchen nicht patriarchalisch gemeint ist, sondern vielmehr einfach nur ironisch. Das lässt sich leicht aus den Zeilen lesen. Jedoch wahrscheinlicher ist es, dass Katya die „Pokémon–Trainerin“ ist und ich das „Pokémon“. Wer noch nicht weiß, wie ich und Katya uns kennengelernt haben, sollte den Beitrag nicht verpassen: Unerwiderte Kube Übersetzt man den Text, kommt es zu folgendem Ergebnis: Hallo. Ich wunsche …

Unerwiderte Kube

  Vor einigen Tagen erreichte mich ein E-Mail von Katya, die mir direkt sagte, dass sie mich kube. Trotz ihrer schüchternen Art ringte sich, die mir noch Unbekannte durch und schmeichelte mir unverhohlen. „Ich bin ein wenig schuchtern, und es ist schwer, einen Mann in der Realitat gerecht zu werden.“ Normalerweise passierte mir das damals auch nur auf Lovoo selten. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich Katya bereits schon einmal gesehen habe, aber vielleicht ist sie mir aufgrund ihrer Schüchternheit nicht aufgefallen. Wahrscheinlich ein typisches Internet-Mauerblümchen, dacht‘ ich mir. Gebildet soll ich sein, doch bei Betrachtung meiner schulischen Laufbahn muss ich nüchtern zusammenfassen: „Einseitig“. Nun gut, vielleicht bin ich ja interessant? Diese Frage kostete mir genau keinen Lächler, denn meine Person ist genauso wie die Stadt in der ich eine beträchtliche Zeit verbracht habe: Trist und Grau. Dem inständigen Apell „Ich dir mein Foto schicken, ich bete dich ihnen zu bewerten“ wollte ich selbstverständlich nachkommen und auf Facebook ihr Bild liken, vergebens. Ihr Bild konnte ich nicht finden. Etwas stutzig wurde ich vom Absender …