Aus Dem Leben Gegriffen
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Die Garden Route entlang!

Meine Südafrika-Reise Teil 2

 

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Nach 10 Tagen in Kapstadt mieteten wir ein Auto an – ein schnittiger Ford Figo -, der das Lenkrad auf der rechten und nicht wie gewohnt auf der linken Seite hatte. Der Linksverkehr war für mich eine kleiner Herausforderung, aber nach einiger Zeit passte ich mich der Straße an.

Die Küste glänzte neben dem wunderschönen Panorama auch durch die prachtvolle Fauna und Flora. Wir blieben in Hermanus, Cape Agulhas, Tsitsikama, Port Elizabeth und in Knysna. Bis auf Port Elizabeth, eine Surferstadt, waren die anderen Orte liebevolle ländliche Dörfer, die zum Entschleunigen einluden. Bei einem kleinen Dorf, wo Pinguine zu sehen waren, hielten wir auch.

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Cliffpath Wanderung in Hermanus

Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als die Klippen entlang zu schlendern, in der Ferne die Wale zu beobachten, am Sandstrand Sushi zu essen und eine Flasche Wein zu genießen. Eine Bucht war so verlockend, dass wir uns ins Wasser gewagt haben, um dann von einer Welle umgerissen zu werden. Gemeinsam mit den Sandflöhen sind wir die den Wellen entflohen.

 

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Shark Cage Diving in Gansbaii

Mit den Haien zu tauchen, war sehr spannend, nur leider musste ich im Nachhinein erfahren, dass gerade diese Touristenattraktion Haie in die Bucht lockt und Menschen mit Futter assoziieren lässt. Das hat die Folge, das viele Surfer  um ihr Leben fürchten müssen. Gefährlich ist es für die Hai-Taucher nicht, da man E in einem sicheren Käfig untergebracht und dieser auch am Boot befestigt ist. Für all jene,  die schnell seekrank werden, könnte es gefährlich sein.

Monkey Island in Tsitsikama

Das Schutzgebiet ist ein Affenschlaraffenland. Die Affen haben jede Menge Freiraum und können fast unbehindert durch einen großen Dschungel herumhüpfen. Kopfbedeckung, Handy und Sonnenbrillen müssen jedenfalls gut verstaut sein, sonst schnappen sich die Affen die Wertgegenstände und fliehen ins Dickicht. Die Hängebrücke ist auch eine Attraktion, die einem verdeutlicht, wie groß der kleine Dschungel ist und wie schön es die Tiere hier haben.

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Addo Elephant Nationalpark

Der Nationalpark in Addo war das Highlight unserer Reise. Freilaufende und glückliche Elefanten zu sehen, war schon immer ein großer Traum von mir. Gemeinsam mit unserem Guide erkundeteten wir den Nationalpark und erfreuten uns an der Tiervielfalt: Elefanten, Zebras, Wildschweine, Wasserbüffel, Kudus und viele weitere Tiere passierten unseren Weg. Der Addo Elefant Nationalpark soll für Elefanten der beste sein, weil in diesem Park im Vergleich zum größeren und bekannteren Krüger Nationalpark, die Elefanten viel friedlich sind. Denn auch die Dickhäuter können, wenn sie sich bedroht fühlen, gefährlich werden. Die Friedfertigkeit der Addo Tiere rührt daher, dass an diesem Ort Südafrikas keine Wilderer aktiv sind und sie so keine schlechten Erfahrungen mit Menschen machen können. Der Nationalpark reguliert sich selbst, Menschen dürfen nämlich nicht eingreifen, auch dann nicht, wenn ein Tier schwer verletzt ist.

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Hostels in Südafrika

Auf der Garden Route übernachteten wir hauptsächlich in Hostels, die zu meinem Überraschen sehr hygienisch und gut ausgestattet waren. Ein Hostel-Zimmer bringt nicht nur ein sicheres Dach über den Kopf, sondern auch noch Möglichkeiten,  zum Sozialisieren. Viele nette Bekanntschaften konnten wir in dieser Zeit schließen. Auch SüdafrikanerInnen nützen das preiswerte Angebot.

Sichherheit in Südafrika

Um die Sicherheit in Südafrika sind vornehmlich Sicherheitsfirmen bemüht. Polizei sieht man kaum. Durch diese Firmen steigt das subjektive Sicherheitsgefühl und ich konnte während meines Aufenthaltes niemals Sicherheitsbedenken äußern. Da jedoch schon sehr viel gestohlen wird, wird jedem geraten, das Auto stets vollkommen leer zu lassen. Selbst eine leere Dose kann zu einem Autoeinbruch führen. Dass ein grundsätzliches Eigentumsicherheitsproblem in den Großstädten vorherrscht, zeigen auch die Elektrozäune und Gitterzäune. Auch auf jeden Gebäude befindet sich ein Hinweis, dass entweder Kameras angebracht sind oder eine Sicherheitsfirma das Haus überwacht.

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Township ≠ Ghetto

Zunächst dachte ich, dass ein Township zwingend ein Ghetto sein muss, deswegen wehrten wir uns auch gegen einen Besuch. Makaber fanden wir auch die Segway-Touren durch die Townships. Nach mehreren Gesprächen mit Einheimischen wurde uns erklärt, dass ein Township eher  mit einer Vorstadt zu vergleichen ist, die im Begriff ist, sich weiterzuentwickeln. Es gibt gemauerte Häuser in den Bereichen und viele Menschen gehen auch dort arbeiten. Die Armut befindet sich vielmehr auf den Straßen, wo Bettler nach Geld und Essen bitten.

Der Abstand zwischen Arm und Reich ist groß.

Der Abstand zwischen Arm und Reich ist groß.

 

 

3 Kommentare

  1. „leider musste ich im Nachhinein erfahren, dass gerade diese Touristenattraktion Haie in die Bucht lockt“

    Das sind diese typischen Attraktionen für Touris und so lange diese Attraktionen so gefragt sind, wird es diese auch geben. Leider. Gerade im Ausland frage ich mich mehrfach, ob ich sowas wirklich unterstützen möchte und informiere mich. Andere in Gefahr bringen, nur weil ich ein Erlebnis verzeichnen möchte, muss nicht unbedingt sein 🙁

    Wobei ich denke, dass es ein wirklich unbeschreibliches Erlebnis sein muss, keine Frage 🙂

  2. inlovewithpi sagt

    Tolle Eindrücke & die Bilder sind auch klasse. Irgendwann möchte ich auch mal nach Südafrika 🙂

    Liebe Grüße 🙂

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