Aus Dem Leben Gegriffen
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Lasst euch nicht von Mobilfunkanbietern übers Ohr hauen!

Mein Mitbewohner hat mal zu mir gesagt: „Die Macht der Konsumenten ist jetzt!“ Das konnte ich anfangs nicht glauben – zu unrecht.

Ich hatte vor kurzem eine Diskussion mit A1, dem Mobilfunkanbieter. Bei A1 bin ich seit nun 4 Jahren. Bei dieser Firma habe ich meinen Handy-, Internet- und TV-Vertrag. Die Internetverbindung funktioniert seit einigen Monaten eher schlecht als recht. Der Stein, der diese Geschichte ins Rollen brachte, war ein Anruf:

Wollen Sie unser neues noch schnelleres Internet 3 Monate gratis testen?

Nein!

Klar, das hört sich super an: Gratis und besser. Aber in Wirklichkeit ist das meiner Meinung nach billiger Kundenfang, denn viele vergessen, so wie ich, nach 3 Monaten zu kündigen und nach diesem Zeitraum verlängert sich das Upgrade auf bestimmte Zeit. Zusätzlich musste ich der Dame am Telefon mitteilen, dass ich beim Abschluss eines Internet-Vertrages mir ein funktionstüchtiges Internet wünsche und nicht so wie es in meinem Fall ist, dass es insbesondere am Wochenende und an Feiertagen nur sehr langsam zur Verfügung steht. Daraufhin gestand sich die Dame am Telefon ein, dass sie das eigentlich wissen, da die Server überlastet sind. Traurig.

Wir haben, da einen neuen Vertrag, der besser zu Ihnen passt. Es kostet auch nichts, zu wechseln!

Ja gerne.

Zum jetzigen Zeitpunkt bereue ich diese Entscheidung. Vor einem Jahr rief ich bei A1 an und erkundigte mich, welche anderen Verträge es gebe, die besser zu mir passen. Leider wurde mir am Telefon nicht mitgeteilt, dass sich mein Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert und dass mein TV/Internet-Vertrag somit abhängig gemacht werden. Abhängig?


Die neuen Handyverträge werden seit längerem bereits in Verbindung mit Internet und TV verkauft.

Der Handyvertrag S (unlimitiert SMS/Minunten, 3GB Datenvolumen) kostet 24,90, wenn man auch einen TV/Internetvertrag dazunimmt. Dafür zahle ich netto auch Euro 23,61. Nimmt man Fernsehen und Internet nicht dazu, kostet der Vertrag Euro 34,90. 


 

a1_beschwerde1

Letzteres Kommentar ist nicht von mir. Bitte entschuldigt den Rechtschreibfehler.

„Zusätzlich verschicken wir im Normalfall aber auch noch eine schriftliche Bestätigung.“

Das bedeutet nun, möchte ich mein Fernsehpaket abbestellen, dann wird mein Handyvertrag um satte Euro 10 teurer. Update: Es wurde mir ein Informations-E-Mail zugesandt.

Leider können wir die Zusatzoption nicht für Sie freischalten.

Mein Internetpaket am Handy ist verbraucht, morgen beginnt meine neue Rechnungsperiode und ich erhalte wieder meine ursprüngliche Daten zur Verfügung gestellt. Was macht man also, wenn man dringend noch Internet am Handy benötigt? Ich greife auf eine Zusatzoption zurück und erhöhe meine Internetdaten. Prompt bekomme ich eine Nachricht auf das Handy:

a1-mail

Nach mehrmaligen Ein- und Ausschalten wird mein Paket nicht aktiviert. Stattdessen werde ich automatisch beim Aufrufen einer Internetseite auf die A1 Homepage weitergeleitet, die mir ein zusätzliches Datenpaket vorschlägt. Draufgeklickt, um Informationen zu erhalten. „Danke, Sie haben 1 GB Datenpaket aktiviert.“ Auch dieses ungewollte Datenpaket war nicht zu aktiveren. Beim Kundendienst teilten Sie mir mit, dass sie es heute nicht aktivieren können. Glücklicherweise stornierten sie zumindest mein ungewolltes Datenpaket. Trotzdem hatte ich den dringend benötigten Internetzugriff nicht.

Was mich stört: Ich bin einerseits vom Kommunikationsverhalten von A1 enttäuscht und andererseits noch mehr von der Art wie der Mobilfunkanbieter seinen Geschäften mit meiner Person nachgeht, nämlich durch fiesen Tricks -Kundenfang durch getarnte Gratis-Aktionen und fehlende Hinweise bei einem Vertragswechsel.

Die Facebookunterhaltung zum Nachlesen:

Was kann ich dagegen machen?

Wir dürfen die Arroganz der großen Unternehmen nicht hinnehmen. Je mehr Menschen sich im Kollektiv gegen ein Ausnutzen der KundInnen auflehnen, umso mehr Chancen haben wir. Nicht alle Unternehmen nehmen Rücksicht auf den Konsumenten und messen einer einzigen Stimme viel Beachtung bei.

  • Ich beschwere mich, wenn ich mich unfair behandelt fühle.

Mir ist es ein Anliegen, Ungerechtigkeiten nicht einfach so hinzunehmen. Es kann sich nichts ändern, sofern ich mich nicht dagegen lehne.

  • Zusammen sind wir stark.

In Zeiten von Social Media ist uns ein mächtiges Instrument gegeben worden: Wir können schneller unsere Beschwerden abgeben. Gleichgesinnte mit den gleichen Problemen können schneller aktiviert werden. Wichtig daran ist, eine schlechte Behandlung nicht einfach hinzunehmen.

Hattest du auch einen Vorfall, bei dem du dich verarscht gefühlt hast? Hinterlass doch einen Kommentar!

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