Aus Dem Leben Gegriffen
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Mit dem Notpass nach Südafrika

Meine Südafrika Reise Teil 1

 

Alles war in meinen 70l Reiserucksack eingepackt. Ich war am Weg zum Bahnsteig. Als plötzlich der Gedanken an meinen Reisepass mich aus der Vorfreude herausriss: „Wo habe ich schnell noch meinen Reisepass eingepackt?“ Panisch durchsuchte ich meine Taschen.  Kein Reisepass zu sehen.

Nach vielen Telefonaten musste ich mir eingestehen, dass mein Pass nicht auffindbar war. Und in drei Stunden ging mein Flieger. Nach einer Stunde Gedankenkrieg, hatte mein Mitbewohner die Idee einen Notpass zu beantragen. Glücklicherweise ließen die südafrikanischen Behörden auch diese Art von Reisepass gelten. Beispielsweise in Dubai darf man mit Notpass nicht einreisen.

Das brauchst du für einen Notpass, wenn du schon einmal Pass-Besitzer warst:

  • Amtlicher Lichtbildausweis oder eine Identitätszeugin/einen Identitätszeugen mit amtlichem Lichtbildausweis, damit die Identität festgestellt werden kann
  • Ein Passbild (Hochformat 35 x 45 mm) nicht älter als sechs Monate nach bestimmten Passbildkriterien (in Farbe)
  • 75,90 Euro im Geldbörsel

Der Notpass kann auch direkt am Flughafen beantragen werden und dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde.

Meine erste längere und größere Reise (25.07.2016 -15.08.2016) sollte also doch noch nach Südafrika gehen, zur Wiege des Lebens. Dass im Sommer in Südafrika Winter ist, fand ich auch sehr anziehend und freute mich auch schon auf die Fauna und Flora.

3 Klischees, die mich bei der Planung irritierten, lauteten:

  1. Südafrika ist kriminell
  2. Südafrika’s Tiere sind gefährlich
  3. Südafrika strotz vor Tropenkrankheiten

Alle drei stellten sich als falsch dar. Du wirst nicht entführt, wenn du dich nicht wie ein neu-reicher Tourist verhältst. Du wirst nicht von einem Hai gefressen, wenn du „shark smart“ bist. Und du wirst nicht krank, wenn du im Winter reist. Die Malaria-Stechmücke ist hauptsächlich im Sommer aktiv.

Camps Bay

Mein Trip begann in Kapstadt, wo ich mich in einem airbnb Apartment aufhielt. Von hier aus bestieg ich den Tafelberg, besuchte ich Robben Island, ging ich Sandboarden und Quad Bike fahren, begab ich mich auf eine Weintour und ging sehr gerne und oft mit meinen Reisebegleitern Julia und Jimmy in Supermärkten einkaufen.

Juli und ich

Die Tafelberg Wanderung war eine wunderbare Bereicherung. Quält (in meinem Fall) man sich den Tafelberg über die steinigen Serpentinen hinauf, wird man mit einem faszinierenden Panorama belohnt.

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Robben Island, die Insel wo Nelson Mandela inhaftiert war, ist leider zu touristisch: Von der Fähre in den Bus und vom Bus in das Gefängnis. Begleitet wird man jeweils im Bus von einem Guide und im Gefängnis von einem ehemaligen Inhaftierten – Grund seiner Inhaftierung war seine politischen Aktivitäten gegen die Apartheid. Leider entsprach der Ausflug nicht meinen Erwartungen.

Sandboarden und Quad Biken in den Dünen war einfach nur geil. Der Zugang zu den Dünen wird staatlich reguliert, sodass die Umwelt nicht allzu sehr leidet und das Erlebnis ein tolles ist. Bei strahlenden Sonnenschein düsten wir die Dünen rauf und runter.

Sanboarden

Die Wein Tour: Mein persönliches Highlight! Neben der atemberaubenden Kulisse kostete ich mich durch viele gute Weine und probierte dazu Käse oder Schokolade. Zum Glück gab es für unsere Kleingruppe einen Bus Fahrer, der gleichzeitig unser Weinguide war und uns auch sicher nach Hause brachte.

Weintour

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Wir kosteten uns durch die Küche der Südafrikaner, die voller guter Avocados, Unmengen an Fleisch, Biltong (Trockenfleisch), Chutneys und anderen Saucen war. Braai, so nennen die Südafrikaner ihr Barbecue gab es auf unserem Grillplatz oft. Zu unserer Verwunderung: Die Avocados sind größer und auch hart genießbar und das Fleisch ist sehr stark gewürzt.

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Sonnenuntergang am Sea Point in Kapstadt

Sonnenuntergang am Sea Point in Kapstadt

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Sicht auf den Tafelberg

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Die Longroad in Kapstadt

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