Aus Dem Leben Gegriffen, Satire
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Warum es nicht weh tut, einen Holzkopf zu haben.

Ganz im Gegenteil, es tut sogar gut einen Holzkopf zu haben! Ich als Holzkopf habe bewusst den Holzweg gewählt und nicht nur weil ich Holz so wunderbar finde.

Der Damokles Finger

Ich gehe diesen Weg, weil das Gefühl eines imaginären Zeigefingers, der mir meine Lebensweise diktieren möchte, zu real ist. Dieser Zeigefinger ist für mich sinngemäß dasselbe, wie das Damokles Schwert. Das Schwert, das zeigt, dass vor allem in komfortablen Zeiten auch Gefahr droht.

Erschreckt mich der Horroclown, das Synonym der Heuchel-Gesellschaft gerade nicht am Weg, schleppe ich meinen Holzkopf beim Zeigefinger vorbei. Ein Finger, der mich von oben herab mit First-World-Problems konfrontiert, aber vom First-World-Problem Wohlstand verursacht wurde.

Meine polarisierende Lieblings-Themen sind noch immer unser Konsumverhalten oder die richtige Ernährungsweise. Und meine Meinung ist noch immer, dass KonsumentInnen nicht ein kränkelndes System von Innen ändern können. Klar könnte man nun in Verzweiflung versinken oder man ändert das System selbst.

Das Projekt Experiment Selbstversorgung hat genau das gemacht. Lisa und Michael haben nicht darüber geschrieben, wie schlimm nicht Green-Washing ist, sondern kaufen einmal nichts und waschen sich beispielsweise die Haare für ein Jahr nicht. Das sind halt auch leider keine Themen, die Protagonisten im Theaterstück „First World“ aufgreifen. Diese Protagonisten bewerben berufsbedingt das Theaterstück natürlich selbst und betreiben abgeschwächten Konsumwahn.

Als Holzkopf bin ich natürlich auch keine Ausnahme, sondern nur ein Heuchler, der vorgibt, wie es sein könnte, aber nichts tut.

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