Aus Dem Leben Gegriffen
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Willkommen Herbst

Ich hab einmal ein Gedicht mit 13 Jahren geschrieben. Wenn ich früher einen Gedanken hatte, brachte ich das gerne zu Papier. Hat etwas von einem düsteren Throwback. Ich liebe den Herbst mit den bunten Blättern und der Vergänglichkeit.

Der Rabe

Der Rabe kräht so laut und rar 

versteckt seine Stimme ganz und gar

er saß so fade da, dem Sterben nah

Der Himmel weinte Regen

blies dem Vogel Wind entgegen

Die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben 

ließ er sein Leben am Baume liegen

Der Wind wiegt ihn in den Schlaf 

aus dem er nicht mehr aufwachen zu vermag

Die Ameisen fressen ihm das Hirn

Blut tropft von der Stirn

Tage später ist er von den Ameisen gefressen 

und schon längst vergessen.

 

3 Kommentare

  1. Was magst du da wohl gefühlt haben? Trauer, Zorn und vielleicht Ungerechtigkeit?
    Wenn ich mir heute meine eigenen Gedichte aus der Teeniezeit anschaue, finde ich dort auch viele traurige Zeilen. Zeilen in denen ich die Welt nicht verstehe und das Leben wenig Sinn hat.
    Danke für deine Zeilen, auch wenn sie sehr trübe sind finde ich sie gelungen.
    LG Kerstin

  2. Trauriges Gedicht, aber ich finde den Herbst auch immer so düster und kalt irgendwie, nur ohne Schnee. Die Herbstblätter sehen allerdings immer wieder aufs neue schön aus!

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